Wenn Pferde Husten haben

Husten beim Pferd ist ein Alarmsignal. Schwarzkümmel, MSM, Isländisch Moos, Hustenkräuter…alles in einem findest Du in Kristallkraft Bronchiale.

Einmal im Jahr bekommen 25 Prozent aller Pferde Husten, 50 Prozent über 12 Jahre haben regelmäßig Probleme mit ihren Atemwegsorganen. Welche Ursachen und Krankheit dahinterstecken können, wenn Dein Pferd hustet, erfährst Du hier. Wir verraten Dir außerdem Kräuter und Hausmittel gegen Husten beim Pferd.

Husten beim Pferd ernst nehmen

Der Pferdekörper funktioniert perfekt in einer sauberen Natur: Pferde in freier Wildbahn bewegen sich wesentlich mehr und fressen kein möglicherweise staubiges oder schimmeliges Raufutter. Aus diesem Grund kommen bei Wildpferden Atemwegserkrankungen praktisch nicht vor.
Pferd hustet
Unterstütze Dein Pferd bei Husten und Atemwegsproblemen.
Die Lunge eines Pferdes ist auf der einen Seite sehr leistungsfähig, aber auf der anderen Seite sehr empfindlich. Ein leichter Husten ist für uns Menschen nicht weiter schlimm. Wenn Pferde husten, kann das unter Umständen zu einer dauerhaften Schädigung der Lunge führen.


Natürlich musst Du nicht bei jedem Huster gleich den Tierarzt rufen. Aber wenn Du an zwei aufeinanderfolgenden Tagen in bestimmten Situationen oder über einen längeren Zeitraum in regelmäßigen Abständen immer wieder hörst, dass Dein Pferd hustet, solltest Du tierärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Schon ein einziges Abhusten beim Antraben Deines Pferdes an zwei aufeinanderfolgenden Tagen ist ein Alarmzeichen.


Husten bei Pferden ist immer ein ernstes Symptom, dessen Ursache so schnell wie möglich ermittelt und behandelt werden muss. Andernfalls läufst Du Gefahr, dass Dein Pferd chronische Atemwegsprobleme entwickelt.


Der Tierarzt stellt durch Abhorchen fest, inwieweit die Lunge verschleimt ist. Durch die Art, wie das Pferd hustet beziehungsweise wie sich der Husten anhört, kann er beurteilen, was die Ursache für den Pferdehusten ist. 

Tierarzt horcht Pferd mit Husten ab
Der Tierarzt kann durch Abhorchen beurteilen, was die Ursache für den Husten Deines Pferdes ist.

Ursachen für Husten beim Pferd

Ein Symptom, viele Ursachen. Wenn Pferde husten, können sich dahinter zum einen viele verschiedene Erkrankungen verstecken. Andererseits kann eine ungünstige Pferdehaltung ebenso ursächlich für Pferdehusten sein.

Tierärzte sprechen bei Husten von einer sogenannten "multifaktoriellen" Erkrankung: Das bedeutet, dass viele Ursachen zusammenkommen. Oft werden einige der Ursachen zu Beginn vom Pferd selbst kompensiert. Doch wenn die Atemwege erst einmal betroffen sind, haben einzelne Ursachen plötzlich einen viel größeren Einfluss.

Falsche Stallhaltung

Staubiges Heu oder staubige Einstreu, schlechte Stallluft und Bewegungsmangel können schnell das natürliche Reinigungssystem der Pferdelunge überlasten und Hustenreiz auslösen. Normalerweise schaffen es die Schleimhäute in den Bronchien, die Atemwege durch permanente Schleimbildung rein zu halten. Unerwünschte Partikel werden im Schleim gebunden und über feinste Flimmerhärchen abtransportiert.


Kommt es durch ständige Überforderung der Schleimhäute zu einer Entzündung, entsteht deutlich mehr Schleim, der sich schrittweise verfestigt und nicht mehr abgehustet werden kann. Das kann sogar Krämpfe zur Folge haben. Gleichzeitig werden die Flimmerhärchen in Mitleidenschaft gezogen. Flimmerhärchen und Schleimhäute reagieren sehr sensibel auf ein Übermaß an Staub und Luftverschmutzung, die Flimmerhärchen können durch chronische Belastung sogar zerstört werden. 

Pferd im Stall mit Husten
Falsche Stallhaltung kann Husten bei Pferden hervorrufen.

Um dies zu verhindern, achte einerseits darauf, dass Dein Pferd genügend Auslauf, Bewegung und frische Luft hat. Halte darüber hinaus den Pferdestall sauber und möglichst staubfrei, indem Du regelmäßig fegst und Tätigkeiten, die viel Staub aufwirbeln, im Freien erledigst beziehungsweise dann erledigst, wenn die Pferde sich nicht im Stall befinden. Eine gute Belüftung des Stalls ist ein weiterer wesentlicher Faktor, um Husten beim Pferd vorzubeugen.

Bakterielle Infekte

Durch die Schwächung des Immunsystems haben Keime und Bakterien die Überhand gewonnen, konnten sich gut vermehren und lösen einen bakteriellen Infekt aus. Der schulmedizinische Behandlungsansatz ist meist die Gabe von Antibiotika sowie eines Schleimlösers.

Naturheilkundlich gibt es verschiedene Behandlungsansätze, zum Beispiel mit homöopathischen Mitteln oder Hustenkräutern. Hier kann am besten ein Tierheilpraktiker oder ein Tierarzt mit entsprechender Zusatzqualifikation helfen.

Auf jeden Fall sollte sich das Pferd an der frischen Luft leicht bewegen, damit die Lunge gut durchlüftet wird und der Schleim abtransportiert werden kann. Um das Immunsystem nicht weiter zu schwächen, sollte das Pferd nicht schwitzen und vor Zugluft geschützt werden. Frische Luft ist notwendig und wichtig für die Genesung. Vermeide jeglichen Stress, wenn Dein Pferd hustet, denn dieser wirkt sich negativ auf das Immunsystem aus.

Virusinfekte

Schwierig wird es, wenn dem Husten eine Virusinfektion zu Grunde liegt, beispielsweise mit Influenza- oder Herpesviren. Hier ist die körpereigene Immunabwehr gefragt, mit dem Eindringling fertig zu werden. Stärke das Immunsystem Deines Pferdes unbedingt, damit es die Viren an der Vermehrung hindern kann. Hier hält die Naturheilkunde einige Mittel bereit.

Ansonsten kannst Du lediglich die Symptome behandeln, also etwa das Fieber senken und den Schleimabtransport fördern, und somit dem Pferd helfen, dass es sich wohler fühlt. Der Körper des Pferdes ist oft durch den Virus so geschwächt, dass sich bakterielle Sekundärinfektionen einstellen können. Es muss also alles getan werden, das Immunsystem des Pferdes zu unterstützen.

Wichtig in diesem Zusammenhang sind die Entgiftungsorgane Leber und Nieren. Sind diese überlastet, sammeln sich Giftstoffe im Pferdekörper an und schwächen das Immunsystem weiter. Durch eine therapiebegleitende Entgiftungskur kann der Organismus sinnvoll unterstützt werden und hat somit wieder Kapazitäten frei, um seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

Das Hauptaugenmerk liegt allerdings auf dem Darm, denn die meisten Immunzellen haben dort ihren Sitz. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Raufutter ist wichtig, um den Pferdedarm zu stärken, auch eine Darmsanierung zum Wiederaufbau der Darmflora kann notwendig sein. Durch Futtermittel zur Nahrungsergänzung unterstützt Du die Pferdegesundheit zusätzlich.

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Welche Krankheiten können beim Pferd Husten verursachen?

Es gibt zahlreiche Erkrankungen, die sich beim Pferd durch Husten äußern. Über Infekte durch Bakterien und Viren hinaus können sich sowohl akute als auch chronische Krankheitsbilder entwickeln, die unterschiedlich behandelt werden müssen.

Akute Bronchitis

Die Bronchitis ist die wohl häufigste und bekannteste Lungenkrankheit bei Pferden, wobei wir zwischen akuter und chronischer Bronchitis unterscheiden. Eine akute Bronchitis, also eine Entzündung der Bronchien, entsteht oft durch eine virale Infektion, die leider im zweiten Schritt durch Bakterien verschlimmert wird und dringend behandelt werden muss.

Stress, Staubbelastung oder Ammoniak in der Stallluft können weitere Verursacher einer Bronchitis sein. Ebenso stellen Schimmelpilze im Heu, staubiges Heu und Stroh und mangelnde Hygiene im Stall Risikofaktoren dar. Wird eine akute Bronchitis nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, wird sie schnell chronisch.

Chronische Bronchitis, COB, COPD und RAO

Bei einem chronischen Verlauf einer bronchialen Entzündung des Pferdes dauert der Husten über mehrere Wochen an, und die vermehrte Schleimbildung verbunden mit Nasenausfluss über die Nüstern und Auswurf über die Lungen halten an. Meist geht einer chronischen Bronchitis eine akute voraus, die nicht erkannt und entsprechend behandelt wurde. Daher ist es so wichtig, bei ersten Symptomen mit Husten beim Pferd sofort zu handeln und zu behandeln.

Die chronische Bronchitis wurde bislang COB (Chronisch obstruktive Bronchitis) oder COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease = chronisch obstruktive Lungenkrankheit)1 genannt und darf nicht mit Dämpfigkeit verwechselt werden.

Heute spricht die Tiermedizin bei einer wiederkehrenden Atemwegserkrankung von RAO (Recurrent Airway Obstruction = wiederkehrende Atemwegsobstruktion), bei einer entzündlichen Atemwegserkrankung von IAD (Inflammatory Airway Disease = entzündliche Atemwegserkrankung).

Ein dämpfiges Pferd kann in der Regel nicht geheilt werden. Pferde mit einer chronisch entzündlichen oder wiederkehrenden Bronchitis können immerhin behandelt werden, wobei dies lebenslang einen höheren Aufwand für den versorgenden Pferdehalter bedeutet.

Die chronische Entzündung der Bronchien entsteht häufig durch falsche Haltung, zu starke Staubbelastung, schlechte Stallluft, Schimmelsporen und Ammoniak, auch durch Milbenkot und Krankheitserreger wie Viren, Bakterien, Pilze oder Würmer. Die Folge ist die sogenannte Obstruktion, wie der Name der Krankheit bereits sagt. Die feinen Atemgefäße verengen sich, der vermehrte Schleim wird zäh und verstopft die Gefäße. Bleibt der Schleim dauerhaft in den Bronchien und verfestigt sich weiter, kann das betroffene Pferd immer schlechter atmen, leidet unter ständigem Hustenreiz und kann sogar Krampfanfälle bekommen. Diese Situation ist auch psychisch sehr belastend für das Pferd, da eine Unterversorgung mit Sauerstoff Panik auslösen kann.

Dämpfigkeit

Während die oben genannten ursächlichen Erkrankungen von Husten beim Pferd behandelbar sind und Pferde mit solchen Krankheiten durchaus alt werden können, handelt es sich bei der Dämpfigkeit um das Endstadium einer chronischen wiederkehrenden Bronchitis. Ein dämpfiges Pferd leidet bereits an einem Lungenemphysem, hat Atemgeräusche auf der Lunge, ist kurzatmig oder zeigt schon bei geringer Belastung eine erhöhte Atemfrequenz. Zur Atmung ist es auf Hinzuziehen von Hilfsmuskulatur angewiesen. Da das Lungengewebe in seiner Elastizität deutlich nachgelassen hat, kann das Pferd weniger verbrauchte Luft ausatmen und somit weniger frische Luft einatmen. Dies führt zu chronischem Sauerstoffmangel und schädigt auch das Herz.

Aufgrund seiner Atemnot nutzt das Pferd nun seine Bauchmuskulatur zum Atmen, um die Luft trotz der verengten Bronchialgefäße herauszupressen. Dabei entwickelt es mit der Zeit die sogenannte „Dampfrinne“, die ein untrügliches Erkennungszeichen für Dämpfigkeit beim Pferd darstellt. Das Pferd kämpft bei jedem Atemzug um Sauerstoff. Mit der Zeit fällt dadurch die Leistungsfähigkeit des betroffenen Pferdes drastisch ab, so dass solche Pferde unreitbar werden.

Asthma und allergischer Husten beim Pferd

Auch Pferde können aufgrund von Allergien Husten entwickeln, diese Form von Husten nennt man dann Asthma aufgrund bronchialer Hyperreagibilität. Ausgelöst wird dieser Husten beim Pferd meist durch Allergene wie Staub und Pilzsporen in Heu und Stroh sowie Verunreinigungen der Atemluft durch Ammoniakgase, in selteneren Fällen durch Pollen. Besonders sensible Pferdetypen, die häufig an Sommerekzemen leiden, sind generell stärker gefährdet, einen allergischen Husten zu bekommen.


Allergische Pferde werden häufig von Hustenkrämpfen geschüttelt, so dass man denkt, sie kriegen keine Luft mehr. Bezüglich der Ursache tappen Pferdebesitzer meistens im Dunkeln. Du kannst als Sofortmaßnahme zunächst versuchen, jegliche Staubbelastung für die Pferdelunge zu vermeiden.  

Tipp: Halte das Pferd fern von trockenem Heu, stelle bei der Einstreu auf Späne um oder stelle am besten das Pferd in den Offenstall oder auf die Wiese.

Auf die schulmedizinische Hustentherapie sprechen allergische Pferde nicht an. Mit entzündungshemmenden Medikamenten kannst Du eine kurzfristige Linderung erzielen, sie sind jedoch für den Dauereinsatz nicht geeignet.

Laß durch den Tierarzt ermitteln, worauf das Pferd allergisch reagiert, um gezielt diese Allergene zu vermeiden. Auch eine Immuntherapie kann sinnvoll sein. Wichtig ist schnelles Handeln, denn durch die Allergie entsteht eine chronische Entzündung in den Bronchien, welche auf Dauer das Lungengewebe schädigt und die Flimmerhärchen zerstört. Diese Schäden regenerieren sich in der Regel nicht wieder. Das bedeutet oft, dass das Pferd dämpfig wird und somit bei jedem Atemzug um Sauerstoff kämpft.

Leberhusten

Viele Pferdebesitzer und sogar Pferdefachleute wissen nicht, dass es einen engen Zusammenhang zwischen Leber und Lunge gibt. Daher zieht ein Leberproblem häufig ein Lungenproblem nach sich. Die Leber ist die Schaltzentrale der Entgiftung und Energieversorgung des Pferdes. Sie ist enorm wichtig für das Immunsystem. Ist die Leber schwach, fehlt es an Energie und andere Organe übernehmen die Entgiftung. Das kann sowohl die Haut, der Darm, aber eben auch die Lunge sein.


Die Symptome für eine Leberüberlastung beim Pferd zeigen sich entsprechend in Form von Hautirritationen, Durchfall beziehungsweise Kotwasser oder Husten. Der Körper sucht nach Ausscheidungswegen, um sich von störenden Substanzen zu befreien und sich zu reinigen. Häufig ist die Leber schon lange überlastet, bevor das Pferd anfängt zu husten, Kotwasser oder Ekzeme bekommt.

 Herzhusten beim Pferd

Herzhusten beim Pferd ist ein Zeichen von Herzinsuffizienz.

Herzhusten bei alten Pferden

Wenn alte Pferde husten, liegt dies nicht immer an einer Infektion oder einer Schwäche des Immunsystems. Wie beim alten Menschen lässt das Pferdeherz mit dem Alter nach und wird weniger belastbar. Daher sind viele ältere Pferde deutlich weniger belastbar und brauchen eher ausgleichende Bewegung. Zu starke Belastung überfordert das Herz und kann beim Pferd Husten verursachen. Hier wird auch von einem sogenannten Herzhusten bei alten Pferden gesprochen. Eine vorliegende Herzschwäche oder Herzinsuffizienz beim Pferd kann auch zu ansteigendem Wasser führen – bis hin zu Herz- und Lungenwasser.

Alte Pferde brauchen Deine besondere Aufmerksamkeit. Bewegung ist wichtig, vermeide unbedingt eine Überforderung. Hier macht es Sinn, durch sanfte Spaziergänge mit dem Pferd den Stoffwechsel anzuregen, auch anregende Massagen können helfen, Wasseransammlungen (Ödeme) in der Lunge zu mindern. Regelmäßige Entgiftung ist für diese Pferde besonders wichtig.

Lungenödem

Beim Lungenödem kommt es zu Wasseransammlungen in der Lunge, da weder Herz noch Lunge ihrer Arbeit richtig nachkommen. Das Lungengewebe ist irreparabel geschädigt und das Herz schafft es nicht mehr, den Körper mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen. Aufgrund des Wassers in der Lunge findet kein Sauerstoffaustausch mehr statt, am Ende müsste das Pferd ersticken.

Als einzige Behandlungsmöglichkeit verordnet der Tierarzt Medikamente zur Entwässerung oder saugt das Wasser aus der Lunge mittels einer Lungenpunktion ab. Diese Vorgehensweisen führen jedoch nicht zur Heilung, sondern sind kurzfristig lebensverlängernde Notfallmaßnahmen. Im schlimmsten Fall muss das Pferd eingeschläfert werden, um es von seinem Leiden zu erlösen.

Was tun, wenn Pferde husten? – Vorbeugung und Behandlung

Damit Pferde gar nicht erst an den Atemwegen erkranken, sollten sie so naturnah wie möglich leben und dabei artgerecht und gesund ernährt werden. Das bedeutet:
  • Möglichst viel Aufenthalt im Freien, möglichst wenig Aufenthalt im Stall
  • Viel Bewegung, damit die Lungen belastet werden, nur so können sie sich reinigen
  • Staubarme Futtermittel
  • Regelmäßige Entgiftung der Organe

Haltungsbedingungen optimieren

Da Feinstaub die Hauptbelastung für hustende Pferde darstellt, sorge unbedingt für eine möglichst staubarme Umgebung. Im Klartext heißt dies: so viel frische Luft wie möglich und so wenig Aufenthalt im Stall wie nötig. Wenn keine Offenstallhaltung möglich ist, achte auf umfassende Hygiene im Stall. Häufiges Ausmisten der Pferdeboxen und regelmäßige Reinigung der Stallungen sind Pflicht.

Tausche bei der Einstreu eventuell das Stroh gegen Rindenmulch, Hanfhäcksel, Rapshäcksel oder entstaubte Sägespäne, um auch hier Staub zu vermeiden. 

Ganz wichtig: Während dieser Zeit sollten die Pferde draußen sein, denn die Aufwirbelung der Stäube ist schädlich und braucht einige Zeit, um sich wieder zu setzen.
Angeschlagene Bronchien brauchen frische Luft und viel Sauerstoff. Sorge daher für ausgiebiges Lüften und vermeide feuchtwarme Luft. Mit trockener Kälte kommen Pferde prima zurecht. Warme, feuchte Luft ist dagegen die ideale Brutkammer für Schimmelpilze und andere Mikroorganismen, die Allergien auslösen können und die Atemwegsorgane belasten.

Auf optimale Ernährung achten

Bei der Fütterung ist es ein absolutes Muss dafür zu sorgen, dass das Pferdefutter so staubfrei wie möglich ist, damit kein Feinstaub in die Lungen geraten kann und sich keine Schimmelpilze bilden. Hier kann es hilfreich sein, das Heu vor der Fütterung in Wasser einzuweichen oder zu bedampfen.2 Nasses Heu sollte niemals zu lange liegen, da sich sonst wieder toxische und belastende Keime bilden.

Da die Funktionen von Lunge und Leber eng zusammenhängen, ist es bei Pferden mit Atemwegserkrankungen wichtig, bei der Futterzusammenstellung auf Entlastung der Leber und Unterstützung der Atemfunktion zu achten. Am besten entlastest Du die Leber durch geeignete Entgiftungsmaßnahmen und Pflanzen mit wirksamen Bitterstoffen (z. B. Mariendistelsamen, Artischocke, Klettenwurzel, Löwenzahn).

Die Lungenfunktion stärkst und regenerierst Du am besten durch natürliche Schleimlöser, beispielsweise entkrampfende, bronchialerweiternde und abwehrstärkende Kräuter (z. B. Isländisch Moos, Alantwurzel, Anis, Brombeerblätter, Malve, Spitzwegerich, Thymian, Ysop, Salbei).

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Atemwegskur für Pferde mit hohem Kräuteranteil. Damit Dein Pferd wieder frei durchatmen kann. Bewährte Atemkräuter, Schwarzkümmel und MSM sorgen für Erleichterung. Empfohlen bei akuten, chronischen und allergischen Atemwegsproblemen. Melassefrei.

Viel Bewegung ermöglichen

Atemwegempfindliche Pferde brauchen viel Bewegung ohne Überlastung. Pferde als Steppentiere sind in der Natur ständig in Bewegung und daher kommen Atemwegserkrankungen bei Wildpferden praktisch nicht vor. Dies solltest Du Dir immer vor Augen halten und für regelmäßige Bewegung und Belastung der Lungen sorgen, damit diese sich reinigen können.

Bei einem ständig stehenden Pferd versagt die natürliche Reinigungsfunktion der Lungen und es steigt die Gefahr einer Atemwegserkrankung durch Bewegungsmangel. Beachte dabei, dass es zu keiner Überlastung kommt. Ausgleichende tägliche Bewegung hilft dabei zu verhindern, dass sich der Schleim in den Bronchien verfestigt. Wenn die Lungen arbeiten müssen, hilft ihnen das, gesund zu bleiben.

Pferd hustet – Diese Hausmittel können helfen

Bei ersten Anzeichen gibt es eine Reihe von bewährten natürlichen Hausmitteln, die Du sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung anwenden kannst, wenn Dein Pferd Husten hat.
Wichtig: Kein Hausmittel ersetzt den Tierarzt! Husten bei Pferden ist immer ein Alarmzeichen und wird sehr schnell chronisch. Deshalb solltest Du Dein Pferd auf keinen Fall allein behandeln.

Inhalieren

Eine bewährte Maßnahme bei hustenden Pferden ist die Inhalation mit Kochsalzlösung und Schleimlösern. Professionelle Inhalationsgeräte für Pferde arbeiten mit Ultraschall, wodurch die Wirkstoffe besonders fein vernebelt werden und damit hohe Wirksamkeit vor Ort haben. Mittels Hochgeschwindigkeitsschwingung können auch schwierige Substanzen vernebelt werden. Es gibt hier eine Vielzahl von Geräten und ständig neue technische Entwicklungen, die alle den Nachteil haben, dass man tief in die Tasche greifen muss.

Alternativ kannst Du Dir ein Inhaliergerät im akuten Fall ausleihen oder mit anderen Pferdebesitzern teilen. Es ist vor allem dann notwendig, wenn Medikamente inhaliert werden sollen. Sehr häufig verschreibt der Tierarzt bei Husten ein Medikament, welches zwar akut zu einer Entlastung führt, aber die Ursache nicht behebt und unerwünschte Nebenwirkungen haben kann.

Entgiften

Regelmäßige Entgiftung ist Vorbeugung und Therapie zugleich bei hustenden Pferden. Wie bereits beschrieben, arbeiten Lungen und Leber eng zusammen und sorgen für die Versorgung mit Energie. Durch Entgiftung befreist Du den Körper Deines Pferdes von toxischen Substanzen, von Allergenen und Mykotoxinen, und entlastest dadurch die Ausscheidungsorgane Deines Pferdes. Dies kommt auch den Atemwegsorganen zugute.

Unser Tipp:

Besonders gut bewährt hat sich eine kombinierte Entgiftungs- und Atemwegskur aus Kristallkraft No2 + Kristallkraft Bronchiale. So wird zum einen Dein Pferd entgiftet, Leber und Nieren entlastet und die Darmflora regeneriert und zum anderen werden durch die Kräuter die Selbstreinigungskräfte der Atemwege unterstützt und durch den Schwarzkümmel wird das Immunsystem gestärkt. Gerade bei allergischen Atemwegsproblemen hat sich die Gabe von Schwarzkümmel bewährt, da er Antihistaminika enthält. 

Hustenkräuter fürs Pferd

Seit Jahrtausenden bewähren sich zahlreiche Atemwegskräuter bei der Behandlung von Husten und Erkältungen beim Menschen wie beim Tier. Sie dienen der Kräftigung der Atmungsorgane und können fütterungsbedingte Mängel an Nähr- und Wirkstoffen verbessern sowie die Sauerstoffaufnahme und die Atemwege stabilisieren.
Klassische Hustenkräuter sind:
  • Anis
  • Brombeerblätter
  • Fenchel
  • Malvenblätter
  • Spitzwegerichkraut
  • Salbei
  • Thymian
  • Ysopkraut

Schleimlöser fürs Pferd

Der Tierarzt verschreibt in der Regel schleimlösende Medikamente. Diese helfen im akuten Fall meistens recht schnell, sind aber nicht für die Daueranwendung zu empfehlen. Sie können unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringen und zusätzlich die Leber belasten.

Was Du über Husten beim Pferd wissen musst:

Wie lange dauert Husten beim Pferd?

Das hängt davon ab, ob der Husten akut oder chronisch auftritt. Nur ein Tierarzt kann feststellen, ob der Husten akut oder chronisch ist und wie er behandelt werden sollte. Akut bedeutet, dass der Husten gerade erst aufgetreten ist. Es kann bis zu zwei Wochen dauern, bis er abklingt. Von chronischem Husten spricht man bei einer Dauer länger als vier Wochen.

Ist Husten für Pferde ansteckend?

Das kommt ganz auf die Ursache an. Infekte durch Bakterien und Viren können wie beim Menschen zwischen Pferden übertragen werden. Liegt dem Husten eine andere, organische Erkrankung oder Allergie zugrunde, kann sich ein anderes Pferd nicht damit anstecken.

Wann den Tierarzt rufen?

Du solltest einen Tierarzt aufsuchen, wenn Dein Pferd länger als drei Tage hustet, spätestens am siebten Tag, oder wenn sich sein Zustand verschlechtert. Der Tierarzt sollte Dein Pferd auch dann untersuchen, wenn es nur sporadisch, aber über mehrere Tage hustet.

Dauert ein Husten länger als 2 Wochen, ist unbedingt der Tierarzt zu konsultieren, denn: Nach diesem Zeitraum muss man von einem chronischen oder allergischen Husten ausgehen.

Fazit:

Nahezu ein Viertel aller Pferde hat jedes Jahr mindestens ein Mal mit Husten zu tun. Husten bei Pferden kann akut sein, aber auch chronisch werden. Die Ursachen sind vielfältig. Belastende Haltungsbedingungen, Infektionen, Allergien, aber auch Leberüberlastung und Herzschwäche können Husten bei Pferden auslösen. Je nach Ausprägung der Symptome kann mit Atemkräutern, Inhalationen und einem angepassten Bewegungsprogramm gearbeitet werden. Bei anhaltendem Husten sollte auf jeden Fall ein Tierarzt das Pferd untersuchen. Die Ernährung ist ein wichtiger Faktor, so sollten die ausgewählten Futtermittel möglichst staubfrei sein. Wir empfehlen zur Unterstützung der Atemwege eine Kombination aus Kristallkraft Bronchiale mit bewährten Atemkräutern und Kristallkraft No2 zur Entlastung der Leber durch Entgiftung.

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