Magengeschwür beim Pferd – Ursachen, Symptome & Behandlung

Pferden mit Magenproblemen kannst Du mit den in Kristallkraft Coolly enthaltenen Magenkräutern helfen, Magen und Nerven zu beruhigen sowie harmonisierend auf die Verdauung einzuwirken.

Wusstest Du, dass der Magen und die Magenwand eine ausgesprochene Schwachstelle bei Pferden sind? Magengeschwüre zählen bei Pferden zu den häufigsten Krankheiten im Bereich des Magens und der Verdauung.

Vielleicht ahnst Du nicht, dass bestimmte Symptome und Verhaltensweisen Deines Pferdes mit dem Magen zu tun haben. In diesem Artikel zeigen wir Dir die häufigsten Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten auf, so dass Du gegebenenfalls frühzeitig ein Magengeschwür bei Deinem Pferd erkennst.

Häufig unerkannt – Warum erkranken so viele Pferde an Magengeschwüren?

Magengeschwüre entstehen bei Pferden leider häufiger als man denkt. Der Pferdemagen ist noch ein Wildpferdmagen und nicht für Stallhaltung, Kraftfutter und Turniere konstruiert. In einigen wissenschaftlichen Studien wurde die Häufigkeit von Magengeschwüren beim Pferd untersucht. Die Entwicklung geht dahin, dass etwa 25 bis 50 Prozent aller Fohlen krank sind, fast jedes zweite Freizeitpferd, etwa zwei Drittel der Sportpferde und nahezu jedes Rennpferd. Diese alarmierenden Zahlen sollten uns wachrütteln!
  • Galopprennpferde: bis zu 90 %
  • Trabrennpferde: bis zu 60-80 %
  • Turnierpferde: bis zu 60 %
  • Freizeitpferde: bis zu 30 %
  • Pferde auf der Weide: unter 10 %
  • Fohlen: bis zu 25-50 %
Quelle: VOSS, B. (2006)[1]
Magenprobleme beim Pferd

Es kann an der Rasse und Einsatzart liegen

Vollblüter leiden besonders häufig unter Magengeschwüren. Dies kann ursächlich mit der Tatsache zusammenhängen, dass Vollblüter überproportional häufig im Leistungssport eingesetzt werden, mit allen daraus folgenden Belastungen für die Pferde und den Pferdemagen.

So funktioniert der Pferdemagen

Um eine funktionierende Verdauung zu gewährleisten, produziert der Pferdemagen kontinuierlich Magensäure. Um einer Übersäuerung des Magens vorzubeugen, nimmt das Pferd in der Natur in erster Linie Raufutter zu sich, das im Mund durch langes Kauen gründlich eingespeichelt wird. Die permanente Futteraufnahme begünstigt die vermehrte Bildung von Speichel, der die Magensäure neutralisiert. So ist das Pferd ständig in Bewegung, es benutzt seine Kaumuskeln, der Magen hat dauernd zu tun. Das ist der natürliche Zustand für Pferde.

Leider wird dies in der Fütterung nicht immer berücksichtigt. Oft wird zu viel Kraftfutter gegeben, zu viele verschiedene Sorten von Ergänzungsfutter und dabei zu wenig Raufutter. Dieses reduziert die Zeit der Futteraufnahme erheblich. Da das Pferd von Natur aus ein Dauerfresser ist, kommt es mit Phasen ohne Fressen, vor allem von Gras und Heu, nicht gut zurecht. Kommt die laufend produzierte Magensäure nicht zum Einsatz, greift sie die Magenwand und die Magenschleimhaut an. Auf Dauer können Magenschleimhautentzündungen (Gastritis) und in letzter Konsequenz Magengeschwüre (Ulcus ventriculi) die Folge sein.

Für Dein Pferd bedeutet dies: ständige Schmerzbelastung und damit Stress. Das, wie bei allen Fluchttieren, ohnehin empfindliche Nervenkostüm leidet darunter sehr. Vermeintliche Unarten wie Koppen, Weben, Schlagen oder Teilnahmslosigkeit und allgemeine Unruhe sind häufig ein Hinweis auf ein Magengeschwür. Dein Pferd hat Schmerzen und bittet Dich so um Hilfe.

Die Magen-Nerven-Spirale beim Pferd

Magen Nerven Spirale
Die Magen-Nerven-Spirale: Magen-Darm-Trakt und Nervensystem hängen zusammen.

Magen und Nerven sind bei Pferden eng verknüpft. So schlägt sich ein Magengeschwür automatisch, auf die Nerven nieder. Jeder, der selbst einmal damit zu tun hatte, kann dies gut nachvollziehen. Neueste Forschungen auf dem Gebiet der Neurogastroenterologie (Lehre von den Zusammenhängen zwischen Gehirn, Magen und Darm) haben gezeigt, dass die Nervenzellen der Verdauungsorgane unmittelbar mit denen im Gehirn verknüpft sind. So wirken sich Verdauungsstörungen direkt auf die Psyche aus und führen zu seelischen Verstimmungen – bei Mensch und Pferd.

Welche Ursachen haben Magengeschwüre bei Pferden?

Pferde sind Dauer- und Langsamfresser. Je weiter sich der Lebensstil eines Pferdes von seiner ursprünglichen Lebensweise entfernt, desto größer ist die Anfälligkeit für die Entstehung von Magenproblemen. Denn: Der Pferdemagen ist relativ klein im Verhältnis zur Kapazität des Darms und somit auf permanente Futteraufnahme ausgelegt.

Die Hauptursachen für Magenprobleme sind

  • Fütterungs- und Haltungsfehler,
  • die dauerhafte Gabe von Medikamenten, aber auch
  • intensives Training und Stress.


Die moderne Haltungsform von Pferden und die damit verbundene, oft nicht artgerechte Fütterung gehen häufig nicht konform mit den natürlichen Anforderungen von Pferden.

Falsches Futter begünstigt Magengeschwüre beim Pferd

In der Natur fressen Pferde sehr langsam und bis zu 18 Stunden am Tag raufaserreiche Nahrung, so dass der Magen fast nie leer ist. Genau dieses System funktioniert nicht mehr, wenn

  • Pferde zu wenig Bewegung haben,
  • die Zeit der Futteraufnahme durch zu wenig an Raufutter zu kurz ist und zu große Mengen Kraftfutter gegeben werden oder
  • die Pferde zu viel Stress haben.

Stress schlägt auf den Pferdemagen

Grundsätzlich können Pferde mit akutem Stress gut umgehen, da sie als Fluchttiere Stress als Überlebensmechanismus in der Wildnis dringend brauchen. Dieser kurzfristige Stress geht aber vorüber und wird durch innere Abläufe des Nervensystems reguliert und durch die Flucht abgebaut. Gefährlich wird es für den Magen bei anderen Faktoren, vor denen das Pferd nicht flüchten kann.


Leistungsdruck erhöht das Risiko für Magenprobleme beim Pferd:


Intensives Training und Wettkämpfe sind mit erhöhtem Stress verbunden, somit steigt bei Sport- und Rennpferden während der Trainingsphase das Erkrankungsrisiko. Bei Weidepferden sind Magengeschwüre eine Seltenheit, Traber und Galopper indes sind zu 90 bis 100 Prozent betroffen. Sozialer Stress kann zu Magengeschwüren bei Pferden führen: Die Ursachen dafür sind unterschiedlich. 

Pferde fühlen sich wohl in der Herde
Pferde fühlen sich wohl in der Herde – sozialer Stress schlägt ihnen oft auf den Magen.

Auslöser können:

  • Ein ungeliebter Boxnachbar oder Betreuer,
  • Rangordnungskämpfe,
  • Fehlende soziale Kontakte mit Artgenossen oder
  • Langeweile sein.


Jedes Pferd reagiert auf seine Weise. Es kann aggressives, aber auch apathisches Verhalten zeigen oder sich bestimmte „Macken“ zulegen. Vermeintliche Unarten wie Beißen, Schlagen oder Flehmen sind häufig Stresssignale. Wir sollten sie daher nicht als „schlechte Angewohnheiten“, sondern als Warnsignale verstehen.

Weitere Signale können:

  • das Schlagen mit dem Schweif,
  • Zähneknirschen,
  • Nasekräuseln,
  • angelegte Ohren,
  • nervöses Ohrenspiel,
  • ein Blick, der das Weiße in den Augen zeigt, oder
  • Teilnahmslosigkeit sein.
Stress durch schmerzen beim Pferd
Bereits bei Fohlen können sich Magengeschwüre entwickeln.

Stress durch Schmerzen sind beim Pferd keine Seltenheit:


Pferde haben nahezu keine Schmerzlaute. Wir können Schmerzen am sichersten an ihrer Körpersprache ablesen. Häufiges Flehmen kann zum Beispiel ein Zeichen für Schmerzen sein. Schlechtsitzende Sättel oder Trensen können ebenso Schmerzen auslösen wie chronische Erkrankungen. Haben Pferde Stress, reagiert der Magen sofort: die Verdauung wird gestoppt, die Magensäure weiter produziert. Ständige Übersäuerung und damit einhergehendes Unwohlsein des Pferdes kann sich auf die seelische Verfassung auswirken. Keinesfalls sind nur Sportpferde betroffen, auch Freizeitpferde und Schulpferde leiden häufiger an Magenproblemen als viele Pferdehalter glauben. Sogar bei Fohlen kommen Entzündungen der Magenschleimhaut vermehrt vor, vor allem nach dem Absetzen von der Mutterstute.

Die häufigsten Anzeichen sind Fressunlust und ein schlechter Ernährungszustand. Die Verhaltensveränderungenkönnen sich sehr unterschiedlich äußern: Das Pferd sondert sich von seinen Artgenossen ab oder es begegnet ihnen aggressiv, es zeigt Unwillen beim Aufsitzen oder ist extrem triebig, oder wird apathisch.

Behalte Dein Pferd im Auge und schaue genau hin. Schon kleine Veränderungen können ein Hinweis auf Magenprobleme beim Pferd sein, hierzu gehören:

  • Häufiges Gähnen
  • Akute oder wiederkehrende Koliken v.a. nach dem Fressen von Kraftfutter
  • Schlechtes oder selektives Fressen z.B. bei der Kraftfutteraufnahme
  • Vermehrtes oder reduziertes Trinken
  • Schlechter Allgemeinzustand
  • Gewichtsverlust
  • Leistungsminderung
  • Schlechter Atem
  • Zähneknirschen

  • Aufstoßen
  • Flehmen
  • Leerkauen
  • Verhaltensveränderungen
  • Koppen
  • Weben
  • Headshaking

Diagnose & Therapie

Du hast den Verdacht, dass mit dem Magen Deines Pferdes etwas nicht in Ordnung ist? In diesem Fall solltest Du einen Tierarzt konsultieren. Wenn Du Zweifel an der Pferdegesundheit hast, tue dies lieber zu früh als zu spät. Ein Tierarzt kann die Symptome aufgrund der ihm zur Verfügung stehenden Diagnosemethoden zuverlässiger interpretieren. Eine endgültige Diagnose kann jedoch nur mit Hilfe einer Gastroskopie gestellt werden.

Diagnose durch Gastroskopie – muss das sein?

Bei neugeborenen Fohlen kann ein Magengeschwür im Kot nachgewiesen werden, bei älteren Fohlen und erwachsenen Pferden nicht, denn hier wird das Blut im Kot abgebaut. Eine Magenspiegelung (Gastroskopie) ist immer die zuverlässigste Methode, ein Magengeschwür festzustellen. Sie ist aber leider auch sehr belastend und risikoreich für das Pferd.

Was passiert bei einer Gastroskopie beim Pferd?

Der Tierarzt schiebt die Endoskopkamera (einen flexiblen Schlauch mit einem optischen System) durch die Nase des Pferdes bis zum Magen vor und kann so die Magenwand und die Magenschleimhaut inspizieren.

Wichtige Information: Die Gastroskopie kann im schlimmsten Fall nicht nur Verletzungen erkennen, sondern auch verursachen.

Vor der Gastroskopie muss das Pferd – je nach Futter – 6 bis 23 Stunden hungern und anschließend sediert werden. Wäge den Nutzen einer solch belastenden Untersuchung gut ab. Ist Dein Pferd akut erkrankt, kann ein solcher Eingriff sinnvoll und notwendig sein. Eventuell kannst Du vor der Gastroskopie aber noch andere Maßnahmen ergreifen, die schonender für das Pferd sind. Gehe alle Risikofaktoren durch, auch in Rücksprache mit Ihrem Tierarzt, und stelle die Fütterung Deines Pferdes magenschonend um.

Dauerhafte Therapie mit Medikamenten ist keine Lösung

Für die Behandlung von Magengeschwüren beim Pferd verordnet der Tierarzt in der Regel Medikamente, die die Magensäureproduktion hemmen. Säureblocker gehören zu den Arzneimitteln, die am häufigsten verabreicht werden, beispielsweise als Therapie bei Sodbrennen. Sie reduzieren die Säureproduktion und unterstützen die Abheilung von Magengeschwüren.

Als Erste Hilfe für Magengeschwüre funktioniert das bei Pferden gut. Doch nach Absetzen der Arznei besteht ein hohes Wiedererkrankungsrisiko. Für die dauerhafte Therapie ist der Säureblocker sehr teuer und greift gravierend in die Funktionsweise des Pferdemagens ein.

Medikamentöse Therapie beim Pferd

Medikamentöse Therapie mit Säureblockern eignet sich höchstens als erste Hilfe für ein Pferd mit Magengeschwür.

Denn: Die Magensäure ist sowohl zum Abtöten von Bakterien als auch für die Vorverdauung von Proteinen wichtig. „Wird die Therapie mit Magensäureblockern über einen längeren Zeitraum fortgesetzt, so können bakterielle Infektionen sowohl im Magen-Darmtrakt als auch in der Lunge auftreten“, warnt die Tierärztin Dr. Dorothee Meyer

Wie lange dauert die Behandlung?

Nach einer medikamentösen Therapie fühlt sich das Pferd zwar bereits nach einigen Tagen besser. Dennoch muss die Therapie bzw. Pflege über mehrere Wochen hinweg fortgesetzt werden, damit sich die Magenschleimhaut vollständig regenerieren kann.

Gerade nach einer medikamentösen Behandlung ist es ratsam, konsequent Ulkusprophylaxe (Verhinderung von Magengeschwüren) zu betreiben, um einen Rückfall zu vermeiden. Natürliche Nahrungsergänzungsmittel können dazu einen wertvollen Beitrag leisten.

Kristallkraft Coolly

Kristallkraft Coolly
Der natürliche Magenschutz für Pferde. Seealgen puffern überschüssige Magensäure ab. Leinkuchen und bewährte Magenkräuter für Magen und Nerven. Empfohlen für Pferde mit Magengeschwüren, stressbedingtem Kotwasser und Kolikanfälligkeit. Melassefrei und dopingfrei. 

Artgerechte Fütterung gegen Magengeschwüre beim Pferd

Da Pferde einen Wildpferdmagen haben, sollten sie Raufutter als Grundlage fressen. Zu wenig Raufutter und zu viel Kraftfutter reizen die Magenschleimhaut. Falsches oder verunreinigtes Futter und längere Pausen zwischen den Mahlzeiten können ebenfalls Magengeschwüre verursachen.

Sorge für einen vollen Magen

Wenn der Pferdemagen quasi „leerläuft“, weil er über einen längeren Zeitraum nichts zu arbeiten hat, greift die ungenutzte Magensäure die Magenschleimhaut an. Um das zu verhindern, braucht Dein Pferd die Möglichkeit, den ganzen Tag über Nahrung aufnehmen zu können und so den Magensaft zu neutralisieren. Das Kauen durch die Futteraufnahme wirkt entspannend und regt die Speichelbildung an. Eine rege Produktion von Speichel schützt die Schleimhaut, da die Magensäure verdünnt wird, und verhindert Übersäuerung und damit die Bildung von Magengeschwüren

Viel Raufutter gegen Magenprobleme beim Pferd

Sowohl die Fressdauer als auch die Zusammensetzung des Futters spielt eine Rolle. Pferde fressen Getreide schneller, können es aber schlechter verdauen, weil der Magen nicht auf so viele leicht lösliche Kohlenhydrate ausgelegt ist. Darum hat Raufutter einen doppelten Vorteil: Das Pferd produziert mehr Speichel, weil es langsamer frisst, gleichzeitig ist der Magen länger gefüllt. Mit einem Kilogramm Heu ist ein Pferd etwa 40 Minuten beschäftigt und produziert dabei vier- bis fünfeinhalb Liter Speichel. Die gleiche Menge Krippenfutter futtert das Pferd in zehn Minuten, wobei nur ein Liter Speichel fließt.

Kurzum: Sorge für freien Zugang zu Raufutter wie Heu, Stroh oder Silage und somit ausreichende Speichelbildung, spare beim Leistungsfutter und ermögliche Deinem Pferd viel Bewegung.

Füttere Dein Pferd basisch

Wichtig für eine intakte Verdauung ist ein ausgewogenes Säure-Basen-Verhältnis, was wirkt sauer, was wirkt basisch?

Das ist basisch:

  • Heu
  • Stroh
  • Obst und Gemüse
  • Kräuter
  • Leinsamen
  • Mash

Das ist sauer:

  • Hafer
  • Müsli
  • Silage
  • Die meisten Leckerlis
  • Zucker

Achte darauf, dass Dein Pferd möglichst viele basische und wenig saure Futtermittel bekommt. So hältst Du den Säurewert im Magen niedrig und Dein Pferd bleibt gesund.

Bei rekonvaleszenten Pferden ist besonders auf das Futter zu achten

Zusätzlich zu den allgemeinen Ernährungstipps gilt für Pferdebesitzer, deren Pferde im Begriff sind, sich von einem Magengeschwür langsam zu erholen:

  • Gib stärkearmes Futter
  • Füttere ausreichend aufquellende Kohlenhydrate (z. B. Leinsaat)
  • Vermeide stark melassierte Futtermittel, wie zum Beispiel Zuckerrübenschnitzel
  • Füttere kein säurehaltiges Obst (Äpfel!)

Wie wird Magengeschwüren beim Pferd vorgebeugt?

Ein übersäuerter Magen ist nur der Auslöser von Magengeschwüren. Um die Ursachen von Übersäuerung dauerhaft zu bekämpfen, können Pferdebesitzer auf drei Ebenen arbeiten:

Ernährung, Haltung und Training.

Damit Dein Pferd langfristig gesund bleibt, sorge bitte für eine möglichst naturnahe Haltung und Ernährung. Die Mühe lohnt sich, denn wie bereits erwähnt, leidet bald jedes zweite Freizeitpferd unter Magengeschwüren. Bei naturnaher Haltung sind sie eine Seltenheit.

Richtiges Futter für einen gesunden Pferdemagen

Ziel der Ernährung sollte sein, die natürlichen Schutzmechanismen zu unterstützen. Säureabpuffernde Substanzen schirmen die Schleimhaut vor der Magensäure ab. Dazu gehören beispielsweise Stoffe, die mit Wasser aufquellen und sich als schützender Film über die Schleimhaut legen. Ideale Voraussetzungen für eine problemlose Verdauung schafft der freie Zugang zur Weide.

Generell sollten Pferde möglichst viel Heu und Gras, aber möglichst wenig Kraftfutter fressen. Ergänzungsfuttermittel mit Leinkuchen und Magenkräutern wie Kamille, Pfefferminze, Malve (Eibisch), Süßholzwurzel und Fenchelsamen können eine magenorientierte Fütterung sinnvoll aufwerten.[2]

Die Portionen sollten immer im Einklang mit der Arbeit des Pferdes stehen.

Raufutter Pferd
Raufutter wie Heu oder Gras bilden eine gute Grundlage für artgerechte Ernährung.

Unsere Futtertipps

  • Stell Deinem Pferd viel Raufutter, möglichst rund um die Uhr, zur Verfügung

  • Gönn Deinem Pferd einen Futterzusatz mit magenschützenden Substanzen (z. B. Kristallkraft Coolly)

  • Fütter möglichst wenig Kraftfutter

  • Fütter Raufutter vor jeder Krippenfuttergabe

  • Verteil das Futter auf möglichst viele Mahlzeiten

  • Gib abends die größte Heuportion

  • Idealerweise ermöglichst Du Deinem Pferd freien Zugang zum Futter

  • Wenn Dein Pferd schlingt, tu das Heu in ein Heunetz

  • Verteil im Winter Raufutter auf dem Paddock

  • Vermeide Fresspausen von mehr als vier Stunden
Naturnahe Haltung beim Pferd

Artgerechte Haltung ist eine Voraussetzung für die Gesundheit,
nicht nur bei Pferden.

Naturnahe Haltung als Schutz vor Magengeschwüren bei Pferden

Wenn Dein Pferd nicht im eigenen Stall oder auf der eigenen Koppel steht, kannst Du die Haltung nur eingeschränkt steuern, besonders wenn jahrelange Stallroutine das Regiment führt. Dennoch: Die Haltung prägt das Verhalten des Pferdes 24 Stunden lang. Dein Pferd braucht möglichst viel freie Bewegung (ohne Reiter), reichlich Auslauf und Kontakt mit Artgenossen, am besten in einer stabilen Gruppe, denn Einsamkeit ist grausam für Pferde. Auch die Auswahl der Pferde muss harmonieren. Stimmt die Chemie in der Gruppe nicht, kann dies für einzelne Mitglieder sehr stressig sein. Beobachte, ob die Gruppe harmonisch ist, und ändere gegebenenfalls die Zusammenstellung. Die Anzeichen von Stress fallen individuell ebenso unterschiedlich aus wie die Ursachen.

Es kann nicht deutlich genug gesagt werden: Stressreduktion hilft, Magengeschwüre zu vermeiden!

Unsere Haltungstipps:

  • Gönne Deinem Pferd viel freie Bewegung mit Artgenossen

  • Gönne Deinem Pferd viel Weidegang

  • Vermeide längere Transporte

  • Achte auf Verhaltensauffälligkeiten und forsche nach den Ursachen

  • Beachte Rangordnungsprobleme

  • Lerne die Bedürfnisse Deines Pferdes kennen

  • Wähle den Stall für die Bedürfnisse Deines Pferdes passend aus

Belastungsarmes Training für einen stressarmen Pferdealltag

Pferde lieben Rituale und Routine, sie sind Gewohnheitstiere. Gleichmäßige und sich täglich wiederholende Vorgänge geben Deinem Pferd Sicherheit und Geborgenheit. Ständig wechselnde Anforderungen und Veränderungen hingegen führen zu Stress. Zuviel Stress wirkt sich unmittelbar auf den Magen aus, die Säureproduktion steigt und das Ergebnis ist eine angegriffene Magenschleimhaut.

Schaffe daher einen festen Tagesablauf für Dein Pferd und einen strukturierten Trainingsrahmen. Gewöhne Dein Pferd schrittweise an eine Arbeit, bis diese gut funktioniert, und steigere den Schwierigkeitsgrad langsam. Mach Dich dann an die nächste Aufgabe. Such Dir eine schöne Strecke für Euren Ausritt aus und reite die Strecke öfter, Dein Pferd freut sich, wenn es die Wege schon kennt und weiß, wo es schnell laufen kann und wo es aufpassen muss.

Im Pferdesport lässt sich Leistungsstress nicht vermeiden. Training und Turniere sind automatisch mit körperlichem und psychischem Stress verbunden. Bei anhaltender schneller Bewegung lässt sich das Hochspritzen von Magensäure nicht verhindern. Darum steigt, selbst bei optimaler Haltung und artgerechter Fütterung, mit der Intensität des Trainings die Häufigkeit von Magengeschwüren. Um die Schäden so gering wie möglich zu halten, sind regelmäßige Schrittpausen nötig.

Tunierstress Pferd
Turnierstress und Leistungsdruck können der Pferdegesundheit schaden.

Kontinuierliches Training in forcierten Gangarten senkt die Blutzufuhr zum Verdauungstrakt, der erhöhte Druck auf den Bauch drängt den Mageninhalt in den oberen, säureempfindlichen Magenbereich. Du kannst den psychischen Leistungsstress dämpfen, indem Du Dein Pferd positiv motivierst und das Training Schritt für Schritt aufbaust. Versteht das Pferd eine neue Aufgabe nicht, gehe einen Schritt zurück, denn unter Stress kann das Pferd nicht lernen. Im Umgang ist es wichtig, selbst stressresistent zu sein. Deine Anspannung als Trainer überträgt sich auf Dein Pferd.

Unsere Trainingstipps:

  • Kontrolliere den Sitz von Sattel und Trensengebiss

  • Überfordere Dein Pferd nicht

  • Lege zwischen den temporeichen Gangarten kurze Schrittintervalle ein

  • Strukturiere das Training durch mehr oder weniger anstrengende Aufgaben

  • Wähle die individuell passende Belohnung für Dein Pferd

  • Achte auf ausreichende säurepuffernde Ernährung

  • Bleibe selbst entspannt

Auch die beste Ernährung kann eine Magenproblematik nicht verhindern, wenn das Umfeld nicht stimmt. Ermögliche Deinen Pferden viel Auslauf mit Artgenossen. Stress schlägt Pferden schnell auf den Magen. Zu den häufigsten Stressfaktoren zählen Rangkämpfe ebenso wie überforderndes Training, unpassende Stallnachbarn oder 23 Stunden Stehen und Warten auf den Auslauf. All diese Stressfaktoren kannst und solltest Du abstellen, indem Du die Haltungsbedingungen auf die Bedürfnisse Deines Pferdes abstimmst.

FAQ: Was Du über Magengeschwüre beim Pferd wissen musst

Nachfolgend findest Du häufig gestellte Fragen und die wichtigsten Antworten zum Thema Magengeschwüre bei Pferden.

Wie erkenne ich ein Magengeschwür beim Pferd?

Das Hauptproblem bei der Diagnose eines Magengeschwürs ist die schillernde Symptomatik. Die sichtbaren Anzeichen sind sehr unterschiedlich und keineswegs einheitlich, das macht es uns in vielen Fällen so schwer Magenprobleme zu erkennen. Es gibt jedoch beim erwachsenen Pferd einige klassische Symptome, die auf ein bestehendes Magengeschwür hindeuten können. Definitiv feststellen kann das aber nur ein Tierarzt.

Was kann ich tun, um einem Magengeschwür beim Pferd vorzubeugen?

Das Wichtigste beim Thema Magengeschwüre beim Pferd lautet Prävention, denn sie lassen sich vermeiden. Je naturnaher Du Deine Pferde hältst und ernährst, desto länger bleiben sie gesund. Artgerechte Fütterung heißt: Achte beim Futter darauf, dass viel Heu, Stroh, Gras und Wasser möglichst frei verfügbar ist, und füttere dafür wenig stärkehaltiges Futter. So schaffst Du eine gute Grundlage, um Dein Pferd vor Magengeschwüren zu schützen.


Wichtig: Kein Pferd würde freiwillig länger als vier Stunden fasten. Als Ergänzung und Schutzpuffer eignen sich Nahrungsergänzungsmittel auf natürlicher Basis, um die überschüssige Säure zu binden und Magengeschwüren vorzubeugen.

Kristallkraft Coolly

Kristallkraft Coolly
Der natürliche Magenschutz für Pferde. Seealgen puffern überschüssige Magensäure ab. Leinkuchen und bewährte Magenkräuter für Magen und Nerven. Empfohlen für Pferde mit Magengeschwüren, stressbedingtem Kotwasser und Kolikanfälligkeit. Melassefrei und dopingfrei. 

Was soll ich füttern bei einem Magengeschwür?

Achte bei einem Pferd mit Magengeschwür unbedingt auf den Stärkeanteil im Futter. Getreidefreies, ballaststoffreiches und fettreiches Futter unterstützt den Heilungsprozess am besten. Eine ausreichende Versorgung mit Raufutter ist aus zwei Gründen besonders wichtig: Es erhöht die Speichelproduktion und hält den Magen länger gefüllt.

Wie lange dauert die Behandlung eines Magengeschwürs beim Pferd und wann ist eine Besserung zu erwarten?

Magengeschwüre können bei Pferden mehrere Wochen zur Abheilung brauchen, da eine sichere Diagnose meist leider sehr spät erfolgt. Ein chronisches Magengeschwür muss besonders lange behandelt werden.

Medikamente in Form von Säureblockern können eine schnelle Besserung bringen, sind aber für eine Langzeitbehandlung nicht geeignet.

Kann ich ein Pferd mit Magengeschwür reiten?

Ein Pferd mit einem Magengeschwür solltest Du nur eingeschränkt belasten, da seine Leistungsfähigkeit und sein Wohlbefinden durch die Entzündung und die Schmerzen stark beeinträchtigt sind. Ein akutes Magengeschwür kann so starke Schmerzen verursachen, dass übermäßige Bewegung zum Wohle des Pferdes vermieden werden sollte. Daher ist eine Auszeit in den meisten Fällen das Beste für die Heilung.

Vermeide in jedem Fall anstrengendes Training sowie Arbeit mit dem Pferd. Dennoch solltest Du dem Pferd jeden Tag die Möglichkeit geben, sich zu bewegen, um eine artgerechte Haltung zu gewährleisten.

Fazit:

Der kleine Pferdemagen ist eine besonders sensible Zone des Pferdes. Daher leiden extrem viele Pferde unter Magengeschwüren und Magenproblemen. Schon im Fohlenalter kommen Entzündungen des Magens sehr häufig vor. Eine basenbetonte Fütterung mit dem Fokus auf qualitativ hochwertiges Raufutter und leistungsangepasste Mengen an Kraftfutter dient als Grundlage für einen gesunden Magen. Da Magenprobleme in der Regel multifaktorielle Ursachen haben, und die Psyche dabei ein wichtiger Faktor ist, achte bitte auf möglichst naturnahe Haltung, Kontakt zu Artgenossen und reichlich Bewegung an der frischen Luft. Wenn bereits Probleme vorliegen, kannst Du mit Kristallkraft Coolly den Magen beruhigen und in Kombination mit Kristallkraft Mental Balance und/oder Brave Horse die Resilienz Deines Pferdes stärken und Stress abbauen.

Unsere Empfehlung für Dich:

Natürlicher Magenschutz
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Natürlicher Harmonizer
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Quellen:

  • 1. VOSS, B. (2006): Magengeschwüre beim Pferd bleiben oft unerkannt. Pferdebetrieb 3, S. 18-19
  • 2. Cäcilia Brendieck-Worm, Matthias F. Melzig (2018): Phytotherapie in der Tiermedizin. Gastritis, Ulcus ventriculi, 8.3.1-8.3.5, S. 105-116

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